Welche Skibrille bei welchem Wetter?

Welche Skibrille bei welchem Wetter?

Die richtige Skibrille entscheidet darüber, wie gut du Buckel, Eisplatten und Kanten erkennst. Bei strahlendem Sonnenschein brauchst du eine andere Scheibe als bei dichtem Schneetreiben. Damit du nicht im Blindflug unterwegs bist, erklären wir dir hier, worauf es bei der Tönung wirklich ankommt.

Was bedeutet VLT?

VLT steht für Visible Light Transmission, also die Lichtdurchlässigkeit der Scheibe. Der Wert wird in Prozent angegeben und sagt dir, wie viel Licht durch die Scheibe zu deinen Augen gelangt. Eine hohe Zahl bedeutet, dass viel Licht durchkommt, eine niedrige Zahl, dass die Scheibe stark abdunkelt.

Die einfache Faustregel: Je heller das Wetter, desto niedriger sollte der VLT-Wert sein. Je trüber und dunkler es ist, desto höher.

Skibrille für sonnige Tage

Bei blauem Himmel und greller Sonne, besonders im Hochgebirge oder auf dem Gletscher, willst du eine Scheibe mit niedrigem VLT von etwa 5 bis 20 Prozent. Dunkle Tönungen in Grau, Braun oder verspiegelte Scheiben reduzieren die Blendung und sorgen für angenehme, kontrastreiche Sicht. So ermüden deine Augen langsamer und du erkennst das Gelände klarer.

Skibrille für bewölkte Tage und Schneefall

Bei diffusem Licht, Nebel oder Schneefall verschwinden die Konturen im Schnee und alles wirkt flach. Jetzt brauchst du eine Scheibe mit hohem VLT von etwa 40 bis 90 Prozent. Helle Tönungen in Gelb, Orange oder Rosé heben die Kontraste an und lassen dich Unebenheiten früher erkennen. Genau bei schlechtem Wetter macht die richtige Scheibe den größten Unterschied.

Eine Brille für alles: Wechselscheiben und selbsttönende Scheiben

Wenn du nicht für jedes Wetter eine eigene Brille kaufen möchtest, gibt es zwei Lösungen. Modelle mit Wechselscheiben lassen dich die Scheibe je nach Bedingungen tauschen. Noch komfortabler sind selbsttönende (photochrome) Scheiben, die sich automatisch an das Licht anpassen und dunkler oder heller werden. Für wechselhafte Tage sind sie ideal.

Brillenträger aufgepasst: OTG

Trägst du eine Sehbrille, achte auf das Kürzel OTG, das für Over The Glasses steht. Diese Skibrillen sind so geformt, dass deine Sehbrille bequem darunter passt, ohne zu drücken. So musst du nicht auf scharfe Sicht verzichten.

Worauf du sonst noch achten solltest

Neben der Tönung zählen Passform und Belüftung. Die Brille sollte lückenlos mit deinem Helm abschließen, damit kein kalter Wind durchzieht. Eine gute Belüftung und eine Anti-Beschlag-Beschichtung verhindern, dass die Scheibe beschlägt. Und ein breites Sichtfeld gibt dir mehr Überblick auf der Piste.

Du suchst die passende Scheibe für deine Lieblingsbedingungen? Stöbere durch unsere Skibrillen und finde das Modell, das zu deinem Fahrstil passt.

Kurz zusammengefasst

Niedriger VLT bei Sonne, hoher VLT bei trübem Wetter. Dunkle Scheiben gegen Blendung, helle Scheiben für mehr Kontrast bei Schneefall. Wer flexibel bleiben will, greift zu Wechselscheiben oder einer selbsttönenden Scheibe. Mit der richtigen Brille siehst du jede Welle im Schnee und fährst entspannter.